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allgemeine Informationen

Pflegestärkungsgesetz

Das Pflegestärkungsgesetz ab 01.01.2015

Was hat sich am 01. Januar 2015 geändert?

Durch zwei Pflegestärkungsgesetze will das Bundesgesundheitsministerium in dieser Wahlperiode deutliche Verbesserungen in der pflegerischen Versorgung umsetzen. Durch das erste Pflegestärkungsgesetz wurden bereits seit dem 1. Januar 2015 die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ausgeweitet und die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen erhöht. Zudem wurde ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet.

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz soll noch in dieser Wahlperiode der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt werden. Die bisherige Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen und Demenzkranken soll dadurch wegfallen. Im Zentrum steht der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen. Dadurch wird die Pflegeversicherung auf eine neue Grundlage gestellt.

Durch die Pflegestärkungsgesetze werden die Beiträge für die Pflegeversicherung in zwei Schritten um insgesamt 0,5 Beitragssatzpunkte angehoben. Dadurch stehen fünf Milliarden Euro mehr pro Jahr für Verbesserungen der Pflegeleistungen zur Verfügung. 1,2 Milliarden Euro fließen in einen Pflegevorsorgefonds. Laut Bundesregierung, können die Leistungen aus der Pflegeversicherung insgesammt um 20 Prozent erhöht werden.

Folgende Tabellen zeigen die Neuerungen in Zahlen:

Pflegegeld für die häusliche Pflege

Pflegestufe Leistungen 2014 pro Monat Leistungen 2015 pro Monat
Pflegestufe 0 (mit Demenz*) 120,00 € 123,00 €
Pflegestufe 1 235,00 € 244,00 €
Pflegestufe 1 (mit Demenz*) 305,00 € 316,00 €
Pflegestufe 2 440,00 € 458,00 €
Pflegestufe 2 (mit Demenz*) 525,00 € 545,00 €
Pflegestufe 3 700,00 € 728,00 €
Pflegestufe 3 (mit Demenz*) 700,00 € 728,00 €

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

Das Pflegegeld kann auch in Anspruch genommen werden, wenn Angehörige oder Ehrenamtliche die Pflege übernehmen. Das Pflegegeld kann auch mit Pflegesachleistungen eines Pflegedienstes kombiniert werden.

Ansprüche auf Pflegesachleistungen in der häuslichen Pflege

Pflegestufe Leistungen 2014 pro Monat bis zu Leistungen ab 2015 pro Monat bis zu
Pflegestufe 0 (mit Demenz*) 225,00 € 231,00 €
Pflegestufe 1 450,00 € 468,00 €
Pflegestufe 1 (mit Demenz*) 665,00 € 689,00 €
Pflegestufe 2 1100,00 € 1144,00 €
Pflegestufe 2 (mit Demenz*) 1250,00 € 1298,00 €
Pflegestufe 3 1550,00 € 1612,00 €
Pflegestufe 3 (mit Demenz*) 1550,00 € 1612,00 €
Härtefall 1918,00 € 1995,00 €
Härtefall (mit Demenz*) 1918,00 € 1995,00 €

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

Pflegesachleistungen können für die Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst wie D&D Intensiv eingesetzt werden. Pflegesachleistungen können auch mit Pflegegeld kombiniert werden.

Pflegehilfsmittel

Pflegestufe Leistungen 2014 pro Monat bis zu Leistungen ab 2015 pro Monat bis zu
Pflegestufe 0 (mit Demenz*) 31,00 € 40,00 €
Pflegestufe 1, 2 oder 3 31,00 € 40,00 €

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

Unter dem Begriff "Pflegehilfsmittel" werden grundsätzlich Geräte und Sachmittel verstanden, die zur häuslichen Pflege notwendig sind, die Pflege erleichtern und dazu beitragen, dem Pflegebedürftigen eine selbständige Lebensführung zu ermöglichen.

Pflege bei Verhinderung einer Pflegeperson durch z.B. einen Pflegedienst

Pflegestufe Leistungen 2014 pro Kalenderjahr bis zu
Leistungen 2015 pro Kalenderjahr bis zu
Pflegestufe 0 (mit Demenz*) 1550,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen 1612,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 6 Wochen
Pflegestufe 1, 2 oder 3 1550,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen 1612,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 6 Wochen

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

Macht die private Pflegeperson Urlaub oder ist durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege. Ab dem 01. Januar 2015 ist eine Ersatzpflege bis zu 6 Wochen pro Kalenderjahr möglich. Außerdem kann bis zu 50% des Leistungsbetrages für Kurzzeitpflege (bis zu 806,00€) künftig zusätzlich für Verhinderungspflege ausgegeben werden. Verhinderungspflege kann dadurch auf max. 150% des bisherigen Betrages ausgeweitet werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet. Bei einer Ersatzpflege durch nahe Angehörige wird die Verhinderungspflege auch ab 01. Janaur 2015 auf bis zu 6 Wochen im Kalenderjahr ausgedehnt. Die Aufwendungen sind grundsätzlich auf den 1,5fachen Betrag des Pflegegeldes der festgestellten Pflegestufe beschränkt.

Teilkstationäre Leistungen der Tagespflege und Nachtpflege

Pflegestufe Leistungen 2014 pro Monat bis zu Leistungen ab 2015 pro Monat bis zu
Pflegestufe 0 (mit Demenz*) 0,00 € 231,00 €
Pflegestufe 1 450,00 € 468,00 €
Pflegestufe 1 (mit Demenz*) 450,00 € 689,00 €
Pflegestufe 2 1100,00 € 1144,00 €
Pflegestufe 2 (mit Demenz*) 1100,00 € 1298,00 €
Pflegestufe 3 1550,00 € 1612,00 €
Pflegestufe 3 (mit Demenz*) 1550,00 € 1612,00 €

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von §45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

Unter Tagespflege und Nachtpflege (teilstationäre Versorgung) vertseht man die Zeitweise Betreuung im Tagesverlauf in einer Pflegeeinrichtung.

Ab dem 01. Januar 2015 können die Leistungen der Tages- und Nachtpflege neben der ambulanten Pflegesachleistung (Pflegegeld) in vollem Umfang in Anspruch genommen werden.

Kurzzeitpflege

Pflegestufe Leistungen 2014 pro Kalenderjahr bis zu Leistungen 2015 pro Kalenderjahr bis zu
Pflegestufe 0 (mit Demenz*) kein Anspruch 1612,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen
Pflegestufe 1, 2 oder 3 1550,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen 1612,00 € für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von §45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

Viele Pflegebedürftige sind nur für eine begrenzte Zeit auf vollstationäre Pflege angewiesen, insbesondere zur Bewältigung von Krisensituationen oder übergangsweise nach einem Krankenhausaufenthalt. Für sie gibt es die Kurzzeitpflege in entsprechenden stationären Einrichtungen.

Ab dem 01. Januar 2015 wird gesetzlich verankert, dass der im Kalenderjahr bestehende, noch nicht verbrauchte Leistungsbetrag für Verhinderungspflege auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt werden kann. Dadurch kann der Leistungsbetrag für Verhinderungspflege auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt werden kann. Dadurch kann der Leistungsbeitrag der Kurzzeitpflege maximal verdoppelt werden, parallel kann auch die Zeit für die Inanspruchnahme von 4 auch bis zu 8 Wochen verlängert werden. Der für die Kurzzeitpflege in Anspruch genommene Erhöhungsbeitrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Verhinderungspflege angerechnet.

Zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in Ambulant betreuten Wohngruppen

Pflegestufe Leistungen 2014 pro Monat Leistungen ab 2015 pro Monat
Pflegestufe 0 (mit Demenz*) kein Anspruch 205,00 €
Pflegestufe 1, 2 oder 3 200,00 € 205,00 €

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

Neue Wohnformen, unter anderem Senioren-Wohngruppen sowie Pflege-Wohngemeinschaften, bieten die Möglichkeit, zusammen mit Frauen und Männern in der selben Lebenssituation zu leben und Unterstützung zu erhalten - ohne auf Privatsphäre und Selbstbestimmung zu verzichten.

Durch das Pflegestärkungsgesetz wird die Inanspruchnahme der oben genannten Leistungen entbürokratisiert und vereinfacht.

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Pflegestufe Leistungen 2014 pro Maßnahme
bis zu
Leistungen ab 2015 pro Maßnahme
bis zu
Pflegestufe 0 (mit Demenz*) 2557,00 € (bis 10.228,00 € wenn mehrere Anspruchsberechtigte zusammen wohnen) 4000,00 € (bis 16.000,00 € wenn mehrere Anspruchsberechtigte zusammen wohnen)
Pflegestufe 1, 2 oder 3 2557,00 € (bis 10228,00 € wenn mehrere Anspruchberechtigte zusammen wohnen) 4000,00 € (bis 16.000,00 € wenn mehrere Anspruchsberechtigte zusammen wohnen)

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

Wenn ein Pflegebedürftiger oder jemand, der in seiner Alltagskompetenz dauerhaft erheblich eingeschränkt ist, zu Hause gepflegt und betreut wird, kann es hilfreich sein, das Wohnumfeld an die besonderen Belange des Pflege- oder Betreuungsbedürftigen individuell anzupassen.

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungs - Leistungen

Pflegestufe Leistungen 2014 pro Monat bis zu
Leistungen ab 2015 pro Monat bis zu
Pflegestufe 1, 2 oder 3 (ohne erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz) 104,00 € 0,00 €
Pflegestufe 0, 1, 2 oder 3 (mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, der zur Inanspruchnahme des Grundbetrages berechtigt) 100,00 € 104,00 €
Pflegestufe 0, 1, 2 oder 3 (mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, der zur Inanspruchnahme des erhöhten Betrages berechtigt) 200,00 € 208,00 €

Den Betreuungsbetrag erhalten Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (psychisch kranke, behinderte oder demenziell erkrankte Menschen). Es wird je nach Betreuungsbedarf ein Grundbetrag oder ein erhöhter Betrag (104€ bzw 208€) gewährt.

Ab dem 01. Januar 2015 werden zusätzliche Betreuungsleistungen um die Möglichkeit erweitert, niedrigschwellige Entlastungsleistungen in Anspruch zu nehmen.

Wer seinen Anspruch auf ambulante Pflegesachleitungen nicht voll ausschöpft, kann zudem ab 01. Januar 2015 den nicht für den Bezug von ambulanten Sachleitungen genutzten Betrag - maximal aber 40 Prozent des hierfür vorgesehenen Leistungsbetrages für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleitungen verwenden.

Fakten zu den Gutachten des MDK

Fakten zu den Gutachten des MDK

Seit Einführung der Pflegeversicherung im Jahre 1995, gibt es viele Diskusionen um die MDK-Gutachten zur Einstufung in eine Pflegestufe. Der Einstufungsprozess ist für Laien kaum oder garnicht nachvollziehbar, selbst bei Pflegeprofis wirft er nicht selten Fragten auf. Diese Komplexität bringt das Gefühl mit sich, unfair behandelt zu werden. Häufig steht der Vorwurf im Raum, die Pflegekassen würden den Pflegebedarf systematisch klein rechnen um Ausgaben zu minimieren oder gar zu vermeiden. Hier ist es ratsam, sich einen kompetenten Pflegedienst zu suchen. Dieser bereitet Sie und Ihre Angehörigen auf die MDK-Begutachtung vor.

Über die Jahre ist die Zahl der Begutachtungen stetig gestiegen. So beläuft sich die Anzahl der Begutachtungen in 2013 auf über 1,6 Millionen. 1,6 Mio Begutachtungen sind 1,6 Mio Einzelfälle. Die Frage ob systematisch unfair begutachtet wird, ist nicht leicht zu beantworten. Ein wichtiger Anhaltspunkt dafür ist, wie viele Widersprüche gegen die Entscheidungen der Krankenkassen eingelegt wurden. Durchschnittlich legen knapp 7% Widerspruch ein, ca. 112.000 Menschen also.

Verlieren Sie keine Zeit, nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir helfen Ihnen beim Durchsetzen der Leistungen, die Ihnen zustehen und beraten Sie kostenlos in allen Belangen.

 

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